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Modellflugtag 2009


Kleine Flieger sorgen für Gänsehaut


Viel zu staunen gab es für Jung und Alt am Samstag auf dem Fluggelände Lichtenbol.



Faszination Modellflug: Über 20 verschiedene
'Flugzeuge' gab es am Samstag auf dem Lichtenbol zu bewundern.
Foto: Ulrike Zimmermann

Albstadt-Tailfingen

Die Augen gen Himmel gerichtet, beobachteten sie das freie Fliegen der bunten Feuervögel, die im Kunstflug durch die Lüfte rauschten - ein Leckerbissen für alle Modellsport-Begeisterte.

Die Faszination des Modellflugs ist so alt wie der Traum vom Fliegen. Was aber so einfach aussieht, ist es nicht. Bis zu 200 Stunden braucht es, bis ein Modell fertig ist, dann aber beginnt erst das Training. Viele Übungsstunden sind nötig, bis das Mini-Flugzeug aerodynamisch ausgelegt und getrimmt ist und die erwartete Leistung bringt.

 

 

 

 



Die 'Firebirds Albstadt' sind einer der ältesten Modellfliegervereine der Bundesrepublik. Seit über 50 Jahren gibt es hier die Möglichkeit, Modellflugsport zu betreiben - ein Hobby, das vor allem unter Jugendlichen viele Anhänger findet. Sie haben die Möglichkeit, bei den Firebirds Albstadt in der vereinseigenen Werkstatt in der Alten Schule in Truchtelfingen erste Erfahrungen im Modellbau zu sammeln. Außerdem wurden vom Verein zwei Trainingsflugzeuge angeschafft, mit denen jeder Flugschüler die Möglichkeit hat, unter Anleitung eines Fluglehrers das Modellfliegen in kürzester Zeit zu erlernen.

Über 20 Modelle gab es auf dem Fluggelände Lichtenbol am Samstag zu bewundern. Das Prunkstück des Modellflugtages war ein Segler mit fünfeinhalb Meter Spannweite; der größte Motorflieger brachte es immerhin auf dreieinhalb Meter. Viele Modellpiloten aus der umliegenden Umgebung waren auf eine Stippvisite vorbei gekommen. Die Nachbarvereine Zillhausen, Meßstetten, Bitz und Schörzingen beteiligten sich an den Flugvorführungen: Loopings und Schrauben am Himmel, teilweise Kapriolen mit Gänsehauteffekt. Viel Applaus erhielt der erst sechs Jahre alte Manuel Maier als jüngster Pilot in der Runde. Einige Interessierte nutzten die Möglichkeit, mit erfahrenen Piloten selbst Flugmodelle fliegen zu lassen oder vertieften sich in Fachsimpeleien vor den ausgestellten Modellen.

Die Schau der kleinen Flieger geriet zu einer gelungenen Werbeveranstaltung für die Firebirds seit dem letzten großen Flugtag 2006. Sie haben noch Platz für einige Hobby-Piloten.

 

Quelle: Zollern Alb Kurier 14.09.2009

 

 

 

Konzentriert schaut Anna-Lena nach oben, vorsichtig betätigt sie einen Hebel an der Fernsteuerung. In der Luft über ihr dreht ein Mini-Motorflugzeug einen Looping und setzt dann zur Landung an. Die Neunjährige aus Onstmettingen strahlt: Ihr hat es Spaß gemacht, zehn Minuten lang unter Anleitung ein Modellflugzeug zu steuern.


Zahlreiche Interessierte nutzten beim Modellflugtag der Firebirds auf dem Fluggelände Lichtenbol die Gelegenheit, selbst Pilot mit der Funkfernsteuerung zu spielen. Andere schauten sich interessiert die ausgestellten Flugzeugmodelle an.


Die ganze Familie Eberhart aus Schömberg zum Beispiel hat Spaß an diesem Hobby. Marius, 14, steuert einen Motorsegler mit Elektroantrieb. Seinen Vater Peter Eberhart fasziniert das Gefühl, dass die Technik das macht, was man will. Ihm geht es weniger um das Flugzeugbauen und Basteln als vielmehr um die Entspannung und den Spaß am Fliegen mit Elektro-Kleinmodellen: Die sind leise und sauber.


Nicht mit Strom betrieben, sondern mit einem Motor mit 150 Kubikzentimetern und 18 PS ist das Flugzeugmodell mit dreieinhalb Metern Spannweite, das Clubmitglied Tobias Angele auftankt und startklar macht. Mit einer Elektropumpe füllt er den Tank, lässt das Flugzeug zum Start rollen und befestigt dann eine Leine, mit der Segelflugzeuge hochgezogen werden. Die Zuschauer klatschen Beifall, wenn eine Flugvorführung gelingt, und bedauern den Piloten eines dreieckigen Miniflugzeugs, das sich in die Wiese bohrt.


Rolf Willmer, der Vorsitzende der Firebirds, war zufrieden mit dem Flugtag. Neben Mitgliedern benachbarter Modellfliegervereine waren auch Neugierige gekommen; der Albstädter Verein hatte auch für Bewirtung gesorgt. Willmer hofft, dass der eine oder andere Interessierte sich dem Club mit derzeit 63 Mitgliedern noch anschließt. Auch der Kontakt mit anderen Vereinen werde mit einem solchen Flugtag verbessert, so der Firebirds-Vorsitzende.

 

Quelle: Schwarzwälder Bote 14.09.2009

 
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